Forschungszentrum für N.E., 

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2016, Kommunikation im Raum
Betreut von Prof. Andreas Uebele


Kann man als Gestalter das Negative zum Thema eines Orientierungssystems für ein Forschungszentrum für neurodegenerative Erkrankungen machen oder sollte man über die tragischen Folgen und Nebenwirkungen einer solchen Erkrankung schweigen?
Durch eine würdevolle und eigenständige Gestalt wurden die Symptomen einer neurodegenerativen Erkrankung übersetzt und dazu benutzt, das destruktive zu vergessen und ganz nebenher, subtil und konstruktiv, etwas Erfreuliches für Auge und Geist geschaffen.

Im Zentrum der Gestaltung steht das Auftreten von motorischen und kognitiven Störungen so wie die Individualität und Vielschichtigkeit der Erkrankungen.
Das Quadrat als Gestalt gebendes Element durchzieht den Entwurf von Merkmalen der Typografie, über Piktogramme, den Fliesenspiegel, den Lärmschutz, dem Auflaufschutz hin zum Format der Tür- und Stechschilder, als integraler Bestandteil der Kommunikation.
Auf Grundlage des Quadrates wurde eine stilisierte Handschrift mit fünf Schnitten entwickelt, welche sich informativ in das Orientierungssystem einfügt oder den Betrachter, in Form von längst vergessenen Wörtern, auf Wänden und Tischen, phonetisch und ästhetisch anregt.

Schmissige Typografie, labende Ordnung.

neujahrskarte büro uebele, 

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2015, Print
din a4
mit Yanik Hausschild, Andreas Uebele
Text: Andreas Uebele


was verbirgt sich hinter den beschwörenden wörtern? dem leichthin gesagten, dem dunklen geraune?

die wiewörter werden am jahresende stark beansprucht: wie war das vergangene, wie soll das neue jahr werden? sprache ist ein wunderbares werkzeug. wie bei einem baukasten nimmt man die verschiedenen einzelteile, die einem gefallen, heraus und setzt sie zu immer neuen kombinationen zusammen: ein tolles spiel. und ein gutes bild für das kommende jahr: die bösen wörter werden weggeworfen, die guten dürfen bleiben.

im wortbaukasten liegen nun, wild durcheinandergewürfelt, brave vorsilben, verführerische hauptwörter und eigenartige nachsilben. mit ihnen bauen sich die eigenschaftswörter für das kommende jahr wie von selbst: neue verbindungen, alte wünsche und dergleichen mehr. welche wiewörter mit diesen wortpartikeln gebildet werden, ist jedem selbst überlassen. genauso wie es auch – prä- oder suffixerweise – an jedem einzelnen liegt, wie sich das neue jahr entwickelt.

wir wünschen ihnen ein vollblickbares 2016

Düsseldorfer Volksbühne e.V., 

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2015, Corporate Design
für: gestaltanstalt.de


Die »Düsseldorfer Volksbühne« erweitert Ihr Angebot und firmiert künftig unter dem Namen »Kultur am Rhein«. Damit reagiert die größte Publikumsorganisation Nordrhein-Westfalens auf das immer vielfältiger werdende Programm und dessen Ausdehnung auf die Regionen rund um Düsseldorf. Mit dem neuen Erscheinungsbild galt es nicht nur die eigene Identität zu manifestieren, sondern darüber hinaus die Fragen: »Was macht die Region und ihre Kultur aus?« zu beantworten. Diese wurde mit einer variablen Wortmarke und einem farbenfrohen Erscheinungsbild entgegnet.

Der schlagwortartige Dreiklang aus Substantiv – Präposition – Substantiv, kann neben dem Namen freie Wortkonstellationen oder Beschreibungen und Eigenheiten bestimmter Veranstaltung enthalten. So kann das Logo auf Plakaten, Eintrittskarten oder Werbebannern auf die jeweilige Veranstaltung angepasst werden. Die Visitenkarte lädt ein, das wilde Wechselspiel der Wörter mit einem eigenen Dreiklang zu individualisieren. »Was ist meine Lieblingsaktivität?«, »... mein Lieblingsort?«, »Was höre, sehe ich gerne?« etc. pp.

Sprache
macht
Spaß!

63x3, 

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2015, Editorial Design
72 Seiten, 95 x 148mm
Betreut von Prof. Andreas Uebele


Das Tagebuch als struktureller Raum sprachlicher auseinandersetzung mit konkreten Erfahrungen.
Reduktion statt Opulenz. Zwei Parameter geben den Rahmen des Programms. Sinnliche Reize basieren auf Wortklängen und Schriftbildern, formal vereinfachte Wortkombinationen lösen Assoziationsketten aus. Aneignung der Texte durch Reflexion und Auffüllen immaginierter Bilder. Der Text wird zum Seh- und Denkgegenstand.
Texte auf: designundstruktur.tumblr.com

tobias hönow, 

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2015, Corporate Identity
Betreut von Prof. Andreas Uebele


Programmatische Zeilenabstände, harmonische Flächenteilungen. Die mathematischen Gesetzmäßigkeiten der Fibonacci-Zahlen dienen als formgebende Prinzipien – schaffen die Irritation, bringen die Ordnung.
Das typografische System, aus einer Schrift, einer Größe und einem Schnitt wird zum ästhetischem Bild, die variablen Inhalte, welche sich aus den Funktionen der jeweiligen Anwendung generieren, zum Ausdruck formaler Funktionalität.

Funtypes, 

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seit 2014, Typografie


Projektbezogene Schriften die keine Verwendung fanden.

Plakat Moral, 

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2014, Print
Din A0, Alu-Dibond
Betreut von Prof. Andreas Uebele


Design, insbesondere die Typografie, verkommt zu einer rein ästhetischen Disziplin in der Funktionen und Inhalte scheinbar keine Rolle mehr spielen, form follows fun and emotion.
Für das Plakat entstand eine geometrisch konstruierte Schrift am Rande der Leserlichkeit. Eine Schrift die nicht leserlich ist, ist ihrer Funktion beraubt und unbrauchbar – wie Design welches lediglich darauf abzielt »schön« zu sein.